Rote Trauben
Agiorgitiko
Die Agiorgitiko ist eine vielseitig eingesetzte griechische Traubensorte. Sie verfügt über eine Schlehennote. Ihre samtigen Tannine, verbunden mit der relativ guten Struktur ermöglichen auch länere Lagerungen des Weines.
Aglianico
Die Aglianico ist eine edle Rebsorte aus dem Süden Italiens und hat (wahrscheinlich) einen griechischen Ursprung. Einige der besten italienischen Rotweine basieren auf dieser Sorte. So wird zum Beispiel in Kampanien der Taurasi aus ihr erzeugt. Aus der Provinz Potenza in der Basilicata kommen der Aglianco del Vulture und der Canneto, ebenfalls aus der Aglianico erzeugt.
Baga
Die Baga ist eine der Standardtrauben Portugals. Die Baga ist eine schwere, kräftige Traube, die dunkel und reich an Tanninen ist.
Barbera
Die Barbera Traube ist besonders im Piemont verbreitet. Insgesamt ca. 90.000 Hektar werden dieser Rebe in Italien gewidmet.
Sie wird reinsortig nicht nur im Piemont, sondern zudem auch in der Emilia-Romagne sowie der Lombardei ausgebaut.
Aus der Barbera Traube werden in der Regel säurebetonte Weine mit wenig Körper, jedoch einem eigenen Bukett gewonnen.
10 bis 15 Jahre alte Barberas können jedoch noch beachtlich an Qualität gewinnen!
Barbera wird unterschieden in Barbera d'Asti (fruchtig), Barbera d'Alba (kraftvoll) sowie außerdem Barbera del Moferrato, Barbera dei Colli Tortonesi und andere Typen.
Blaufränkisch
Ist die Bezeichnung der Österreicher für die Beaujolais-Traube Gamay. In Deutschland als Lemberger und in Ungarn als Kékfrankos bekannt.
Bonarda
Diese Sorte ist in den Novara-Bergen im Nord-Piemont heimisch. Dort gibt
es sie reinsortig oder als Verschnittpartner in anderen Weinen, z.B. im
Fara. Sie wird auch im Oltrepò Pavese (Lombardei) angebaut und heißt dort
Croatina. Ihre Weine sind leicht und angenehm. Eben Weine für jeden
Tag, die jung getrunken werden sollten.
Bourboulenc
Bouboulenc ist bekannt als sehr alte Rebsorte und wird schon seit Jahrhunderten in Südfrankreich kultiviert. Dort ist sie in den Weinbauregionen Provence, Languedoc-Roussillon und Rhône zugelassen. Die spät reifende Sorte erbringt Weine mit guter Säure. Man findet sie zum Beispiel in den Weinen von Châteauneuf-du-Pape, Corbières oder auch Minervois.
Brachetto
Die Brachetto ist selten anzufinden. Sie eignet sich gut für die Herstellung von Dessertwein. Brachetto kommt hauptsächlich perlend in die Flasche und hat geschmacklich oft ein auffallendes Verhältnis von Süße und Tannin. Aus ihr wird der leichte, frische, liebliche schäumende Rotwein Brachetto d'Acqui erzeugt. Andere aus ihr erzeugte Weine sind der Brachetto d'Asti, der Brachetto Moirano und der Brachetto d'Alba.
Brunello
Die Rebsorte Brunello bringt Weine hervor, die in der Südtoskana zur Crème de la Crème gehören. Um 1870 von Clemente Santi kreierte Sorte ging aus der Sangiovese hervor. Brunello wird primär in Montalcino kultiviert und ist auch der Grund für die Weltberühmtheit des toskanischen Ortes. Die Weine sind beliebt für ihre ausdrucksvollen und intensiven Aromen.
Cabernet franc
Diese uralte Traube entstammt wahrscheinlich Wildreben. Sie ist unter unzähligen Synonymen, wie Aceria, Arrouya, Bordo, Bouchet, Breton, Burdeas Tinto, Cabernet, Cabernet Aunis, Cabernet Franco, Cabernet Frank, Capbreton Rouge, Carmenet, Gamput, Gros Bouchet, Grosse Vidure, Mencía, Méssanges Rouge, Morenoa, Noir Dur, Petit Fer, Petite Vidure, Plant Breton, Plant de Sables, Rouge, Trouchet Noir, Véronais sowie Veron Bouchy bekannt. Aus einer Kreuzung zwischen ihr und dem Sauvignon blanc ist wahrscheinlich die Cabernet Sauvignon hervorgegangen.
Cabernet Sauvignon
Die wohl berühmteste rote Rebsorte zählt zu den so genannten Cépages nobles also den edelsten und besten Rebsorten der Welt. Viele Weinexperten sehen in ihr die edelste Rebsorte überhaupt. Die Cabernet Sauvignon ist auch bekannt unter den Synonymen Bidure, Bordeaux, Bordo, Bouchet, Breton, Burdeos Tinto, Cabernet Petit, Carbonet, Carmenet, Castet, Kaberne Sovinjon, Lafet, Lafit, Marchoupet, Navarre, Petit Bouchet, Petit Cabernet, Petit Vidure, Sauvignon Rouge, Vaucluse, Veron und Vidure.
Sie zeichnet sich aus durch ihren würzigen kräuterigen und gerbstoffreichen Charakter. Der Duft nach Schwarzen Johannisbeeren ist für sie typisch.
Cabernet Sauvignon Weine brauchen Zeit, sich zu entwickeln. Gerne werden
sie auch zum Verschnitt mit anderen Sorten, wie etwa Merlot,
Cabernet franc oder Syrah
genutzt.
Canaiolo Nero
Die Canaiolo Nero ist neben dem Sangiovese eine
der wichtigsten Trauben für den Chianti. Reinsortig ausgebaut ist sie dagegen eher selten brauchbar. Diese Traube gibt es auch in einer weißen Variante.
Cannonau
Cannonau ist die wichtigste Rebsorte Sardiniens. Sie ist verwandt mit
der französischen Grenache sowie der spanischen
Garnacha und bringt teilweise ausgezeichnete
Rotweine. Aus der Cannonau werden in Italien sowohl trockene als auch süße Weine gewonnen.
Carignan
Die Carignan ist im Süden Frankreichs die am weitesten verbreitete Sorte. Sie ist zwar sehr ertragreich,
der aus ihr gewonnene Wein jedoch sher flach und unspektakulär. Die Carignan findet man auch in Nordafrika, Spanien und Kalifornien.
Carmenère
In Argentinien noch vereinzelt anzufinden (man hielt sie dort bis vor
Kurzem fälschlicherweise für Merlot), ist sie aus
Europa so gut wie verschwunden. Ihren Ursprung fand sie in der Region
Bordeaux.
Cinsaut
Aus der Rebe Cinsaut werden zwar blasse, jedoch auch qualitativ hochwertige
Weine erzeugt. Zu finden ist sie vornehmlich in Südfrankreich. Aber auch
in Südafrika wird siefür Pinotage bzw. Pinot
Noir gekreuzt.
Corvina
Die Corvina-Traube ist in Norditalien beheimatet. In bekannten Rotweinen, wie zum Beispiel dem Valpolicella,
dem Amarone oder dem Bardolino wird die Corvina als Hauptbestandteil eingesetzt. Aufgrund ihrer Leichtigkeit wird
die Traube gerne mit Rondinella bzw. Molinara verschnitten. Aber vereinzelt werden auuch kreftvolle reinsortige Weine aus der Corvina gewonnen.
Dolcetto
Dolcetto stammt aus dem südlichen Piemont. Ihre Weine sind meist trocken, zeichnen sich aberr auch durch ihre Eleganz und Feinheit aus.
Geschmacklich unterscheiden sich die Weine der Dolcetto abhängig vom jeweiligen Anbaugebiet. Die kräftigsten Weine erhält man aus Alba!
Gamay
Die Gamay-Traube liefert leichte, duftige Weine, die am besten jung getrunken
werden sollten. In Österreich wird sie Blaufränkisch
genannt, in Deutschland Lemberger und in Ungarn
Kékfrankos. In Kalifornien findet man die Gamay unter dem Namen Napa Gamay...
Garnacha
Die Garnacha ist die Spanische Variante der Grenache.
Grenache
Die Grenache ist eine der am meisten angebauten Rebsorten der Welt. Die
Garnache Tinta ist mit rund 170.000 Hektar sogar Spaniens häufigste Traube!
Man findet sie weltweit auch unter schier unendlich vielen Synonymen,
wie etwa: Abundante, Aleante, Aleante Di Rivalto, Aleante Poggiarelli,
Alicante, Alicante Grenache, Aragones, Bois Jaune, Cannonaddu, Cannonadu
Nieddu, Cannonau, Cannonau Selvaggio, Canonazo,
Carignane Rosso, Elegante, Francese, Garnaccho Negro, Garnacha Comun,
Garnacha Negra, Garnacha Roja, Garnatxa Negra, Garnatxa Pais, Gironet,
Granaccia, Granaxa, Grenache Noir, Grenache Rouge,
Kek Grenache, Lladoner, Lladoner Pelut, Mencida, Navaro, Navarra, Navarre
de la Dordogne, Navarro, Negru Calvese, Ranconnat, Red Grenache, Redondal,
Retagliadu Nieddu, Rivesaltes, Roussillon, Roussillon Tinto, Rouvaillard,
Sans Pareil, Santa Maria de Alcantara, Tentillo, Tintella, Tintilla, Tinto
Aragones, Tinto Menudo, Tinto Navalcarnero, Tocai Rosso, Toledana oder
auch Uva di Spagna. Die Traube ist äußerst widerstandsfähig und frühreif.
Sie erbringt auch auf kargen Böden beste Erträge, so dass sie bei Winzern
sehr beliebt ist. Man findet die Grenache auch als Verschnitt mit Tempranillo
im Rioja wieder.
Grignolino
Die Grignolino-Traube ist bekannt für ihre tanninenreichen Weine. Sie erbringt helle Rotweine
mit feiner Säure und geringem Alkoholgehalt. Sie ist in verschiedenen DOC-Weinen zu finden.
Die Grignolino gilt als eine der Spezialitäten der Region Piemont.
Gropello
Die Gropello ist beheimatet im Gebiet Riviera del Garda in der Lombardei. Sie ergibt frische und fruchtbetonte Weine.
Kadarka
Die Kadarka ist eine sehr alte ungarische Rebsorte, die auch unter vielen Synonymen bekannt ist:
Blaue Kadarka, Blaue Ungarische, Bleu de Hongrie, Branicevka, Budai Fekete, Cadarca, Cadarca de Minis,
Cadarca Negra, Cadarka, Cerna Giza, Cetereska, Domanli, Fekete Zinka, Gamza, Gimza, Gomza, Gymza,
Jenei Fekete, Kadar, Kadarka, Kadarska, Kek Budai, Kereszetes Levelue, Lugojana, Meco Cerna, Mekis,
Modra Kadarka, Mor Kadarka, Mosler Schwarz, Nazlin Gomza, Schwarze Kadarka, Scutariner, Sirena, Skadarka,
Skavar, Török Szölö, Törökbuza Szölö, Tokaynero di Scutari, Ungarische Edeltraube, Vrachansko Cherno und
Zherni Shipon sind nur einige von ihnen.
Die zweitmeist angebaute Rebsorte Ungarns wird aber zunehmend von der Kékfrankos
verdrängt. Ihre Weine sind tannin- und körperreich und ausbau- und lagerfähig.
Kékfrankos
Die Kékfrankos-Traube liefert leichte, duftige Weine, die am besten jung getrunken
werden sollten. In Österreich wird sie Blaufränkisch
genannt, in Deutschland Lemberger und in Frankreich
Gamay. In Kalifornien findet man die Gamay unter dem Namen Napa Gamay...
Lambrusco
Die Lambrusco-Traube ist so ertragreich wie alt. Schon die alten Römer kannten das Gewächs und schätzten es auch,
da schon wenige Hektar Ertrag einen riesigen Bedarf decken konnte. Zudem ist die Lambrusco äußerst robust.
Die an säurereiche Sorte ist primär in der italienischen Region Emilia-Romagna, aber auch in der Lombardei sowie
in Apulien, Basilikata, Piemont, Sizilien und Trentino-Südtirol verbreitet. Aus der Traube werden meist Spumante (Schaumwein) oder Frizzante (Perlwein)
gewonnen. Allerdings sind hier und da auch einige stille Weine dieser Sorte auf dem Markt zu finden.
Die Traube erbringt lieblichen, perlenden Wein.
Lemberger
Lemberger ist die deutsche Bezeichnung für die österreichische Sorte Blaufränkisch,
die französische Gamay oder auch die ungarische Kékfrankos.
Malbec
Die Sorte Malbec wird im Bordeaux nur noch in geringem Maße angebaut. Da sie jedoch anfällig gegen Mehltau, Fäulnis oder auch
Verrieseln ist, verliert sie zunehmend an Bedeutung. Aus ihr wird dunkler, dichter und qualitativ ansprechender Wein gewonnen.
Malvasia
Malvasia ist der Sammelbegriff für eine Rebsorten-Familie griechischen Ursprungs der vor allem in Italien, Spanien und Portugal gebräuchlich ist.
In Italien werden aus Trauben der Malvesia-Familie auch DOC-Weine erzeugt.
Merlot
Die Merlot-Traube hat ihren Ursprung im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Ihren Namen verdankt sie der Amsel (merle), die sich
für die früh reifenden Trauben begeistern können. Die Merlot Noir ist auf Grund ihrer dünnhäutigerer Beeren anfällig für Fäule und falschen Mehltau.
In Frankreich ist sie die drittmeiste Sorte, im Bordeaux sogar die meistverbreitete. In Graves, Saint-Emilion und Pomerol ist sie Hauptbestandteil
der großen Rotweine und im Bereich Médoc Partner beim so genannten Bordeaux-Verschnitt. Aufgrund ihrer geschmeidigen, säurearmen und tanninarmen
Beeren wird sie als optimaler Verschnittpartner des Cabernet Sauvignon angesehen.
Der Château Pétrus, laut Kennern einer der besten und teuersten Rotweine der Welt, wird sortenrein aus ihr gekeltert.
Monica
Diese Rebsorte wird ausschließlich auf Sardinien angebaut. Aus ihr werden die DOC-Rotweine Monica di Cagliari und Monica di Sardegna gekeltert.
Möglicherweise hat sie spanischen Ursprung. Olé!
Montepulciano
Die rote Rebsorte (auch unter dern Synonymen Cordisco, Morellone, Primaticcio, Uva Abruzzi und Violone bekannt) ist in ganz Mittelitalien, aber vor allem in der Region Abruzzen verbreitet.
Mit über 30.000 Hektar Rebfläche liegt sie Italien unter den roten Sorten an vierter Stelle. Die Sorte liefert säurearme, aber tanninreichen und deshalb haltbaren
Rotwein. Die Sorte ist beispielsweise in den DOC-Weinen Montepulciano d´Abruzzo (Abruzzen), Rosso Conero und Rosso Piceno (beide Marken) enthalten.
Morellino
Morellino ist in der Toskana ein gebräuchliches Synonym (dt. „schwärzlich“) für die rote Rebsorte Sangiovese.
Mourvèdre
Die rote Traube ist in Frankreich in Languedoc-Roussillon, in der Provence und im südlichen Rhonetal verbreitet. Man geht davon aus, dass sie spanischen Ursprungs ist.
Die kleinen, süßen Beeren erbringen einen alkoholstarken und tanninreichen Wein mit Brombeer-Bouquet, der in vielen AC-Weinen Südfrankreichs vorgesehen ist.Sie wird häufig mit Grenache und Cinsaut verschnitten.
Nebbiolo
Die sehr alte Rebsorte zählt zu den wertvollsten Trauben Italiens. Aus ihr wird zum Beispiel auch der Barolo gekeltert. MAn zählt sie auch zu den nobelsten Sorten der Welt.
Das großartige Potential dieser Sorte wurde vom berühmten französischen Önologen Louis Oudart Mitte des 19. Jahrhunderts erkannt, als er den trockenen Stil der heute berühmten DOCG-Weine Barbaresco und Barolo kreierte.
Man findet die spät reifende Traube fast ausschließlich in den italienischen Regionen Piemont und Lombardei. Da sie sehr empfindlich ist, belegt sie trotz ihrer Qualität nur sehr wenig Fläche (ca. 5000 Hektar).
Aus der Nebbiolo werden tanninreiche Weine mit kräftiger Säure gekeltert. Der granat- bis dunkelrote Wein hat großes Potential zur Langlebigkeit!
Aus der Nebbiolo-Traube gekelterte Weine haben ein aromatisches Aroma nach Teer, Veilchen oder auch Rosen. Den Wert der Traube erkennt man daran, dass sie reinsortig bzw. als Hauptbestandteil in den DOCG-Weinen Barbaresco,
Barolo, Boca, Fara, Gattinara und Ghemme verarbeitet wird. Auch in den DOC-Weinen Bramaterra, Carema, Nebbiolo d´Alba, Roero, Sizzano, Terre di Franciacorta und Valtellina ist die Nebbiolo die bestimmende Traube.
Negro Amaro
Die Negro Amaro ist eine in Süditalien, vornehmlich Apulien weit verbreitete Rotweinsorte. Die Weine aus der Region Salento
verdanken dieser Traube ihre Qualität. Aus ihr werden alkoholreiche, langlebige Rotweine, aber auch erstklassige Rosés erzeugt.
Primär wird sie allerdings zum Verschneiden mit anderen Sorten gebraucht.
Nerello Mascarese
Die Nerello Mascarese ist eine Sorte des DOC-Gebiets Etna. Aus ihr werden qualitativ hochwertige Weine erzeugt.
Nero d'Avola
Die Nero d'Avola wird fast ausschließlich auf der Insel Sizilien kultiviert. Diese qualitativ hochstehende Sorte erbringt alkohol- und farbstarke Weine, die sich auch ausgezeichnet für einen Barrique-Ausbau eignen.
Dahe findet man sie auch in diversen DOC-Weinen wieder. Aber auch einfache Tafelweine werden aus ihr gewonnen.
Periquita
Die Periquita oder auch Castelão Francês ist eine in Portugal weit verbreitete Sorte.
Sie erbringt kräftige, tanninbetonte und fruchtige Rotweine, die jung genießbar, aber auch lagerfähig sind.
Petit Verdot
Die Petit Verdot gehört zu den klassischen roten Rebsorten des Bordeaux. Trotzdem geht ihr Bestand
zurück. Ihr würziger Wein ist reich an Tanninen und sher dunkel. Man findet sie auch in den "großen" Bordeaux, wie eta
dem Château Latour oder auch dem Château Margaux.
Pinot Nero
Pinot Nero ist die italienische Bezeichnung für die Pinot Noir.
Pinot Noir
Die Pinot Noir gehört zu den besten Rebsorten der Welt. Sie gehört daher auch zu den Cépages nobles. Das ist
die französische Bezeichnung für besten und edelsten Rebsorten der Welt, was aber nicht automatisch heißt, dass es
sich bei aus solchen Trauben gekelterten Weinen um Spitzenprodukte handeln muss!
Diese sehr alte Rebsorte wurde lange Zeit missachtet. Man produzierte aus ihr früher vornehmlich Rosés. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich die
Rebsorte als Basis für die ganz großen Burgunderweine. Charakteristisch für den Wein ist eine intensive, leuchtend rubinrote Farbe mit
violetten Nuancen und ein fruchtig-beeriges Bouquet. Das Aroma erinnert an Bittermandeln.
Der Geschmack ist vollmundig, körperreich und harmonisch hinsichtlich Säure- und Tannin-Gehalten.
Pinotage
Diese relativ junge Traube ist eine Kreuzung von Pinot
Noir sowie Cinsaut. Die Sorte wird fast ausschließlich in Südafrika kultiviert,
kleine Bestände gibt es aber auch in Neuseeland und Zimbabwe. Die früh reife Traube hat einen hohen Zucker- und Säuregehalt.
Aus ihr wird meistens sortenreiner Wein hergestellt, der purpurfarben und fruchtig-vollmundig erscheint. Er ist lange lagerfähig.
Man sollte die Weine mehrere Jahre lagern, bevor man sich mit ihnen beschäftigt.
Die Weine der Pinotage haben ein süßliches und lakritziges Bouquet und erinnern damit an charakteristische Züge
von Burgundern.
Primitivo
Die Primitivo wird primär in Italien in Apulien angebaut. Aus ihr werden tiefdunkle, würzige und alkoholreiche Weine erbracht.
In Apulien werden aus ihr unter anderem die DOC-Rotweine Gioia del Colle (Rosso, Rosato) und Primitivo di Manduria gekeltert.
Raboso
Die rote Rebsorte (auch Fortana, Rifosco) wird vor allem in der italienischen Region Venetien, aber auch in Argentinien kultiviert.
Durch ihre dickschaligen Beeren ist sie besonders gut resistent gegen Pilzkrankheiten und Fäulnis. Die aus ihr gekelterten Weine
haben eher sauren und ausgeprägt herben Charakter.
Die Raboso findet man in den DOC-Zonen Bagnoli di Sopra, Colli Euganei, Piave und Vicenza.
Refosco
Diese äusserst alte Rebsorte ist vor allem in den italienischen Regionen Friaul-Julisch-Venetien und in der Emilia-Romagna verbreitet.
Die Sorte erbringt granatrot-violettfarbene, kraftvolle und lange haltbare Weine.
Rossese
Die Rossese findet man vor allem in der italienischen Region Ligurien. Sie ist zwar ertragsschwach, jedoch
qualitativ hochwertig einustufen. Aus ihr werden fruchtige, Rotweine gekeltert. Auch in DOC-Regionen findet sie Anwendung.
Sagrantino
Wo sie herkommt weiß niemand, wo sie heute zu finden ist, schon: Vorwiegend in der italienischen Region Umbrien in der Gegend von Montefalco.
Ihre Weine sind dunkelrubinrot, tanninreich und charaktervoll. Sie ist zum Beispiel im DOCG-Rotwein Montefalco Sagrantino sowie im DOC-Rotwein Montefalco Rosso enthalten.
Saint-Laurent
Die Saint Laurent zählt zur großen Familie der Burgunder. Die früh reifende Rebe hat saftige Beeren und mittleren Tanningehalt.
Der Wein ist tiefdunkel und gut lagerfähig. Sie hat einen samtigen Geschmack.
Sangiovese
Die Sangiovese ist mit ca. 100.000 Hektar die in Italien am meisten angebaute Rotwein-Sorte. Sie wurde schon von den alten Etruskern gekannt.
Der Brunello di Montalcino, einer der besten Weine Italiens (und einer der teuersten Weine), wird teilweise sortenrein aus ihr gekeltert. Aber auch
der Chianti Classico wird zum Hauptteil oder gar sortenrein aus ihr hergestellt.
Die Sangiovese-Weine weisen in der Regel außergewöhnlich viel Tannin und Säureauf. Man erkennt sie auch an ihrer helleren Farbe.
Sie sind meist fruchtig, alkoholreich und für lange Lagerung bestens geeignet.
Saperavi
Bei der Saperavi handelt es sich um eine erst spät reifende, russische Traube. Selbstredend ist sie auch resistent gegen Frost.
Ihre farbkräftigen und säurereichen Trauben werden gerne zur Farbgebung beigemischt. Aber auch sortenrein erbringt sie hohe Qualitäten.
Ihre Weine sind lange lagerfähig.
Schiava
Die Schiava (oder in Südtirol Vernatsch) ist mittlerweile eine der wichtigen Trauben des Trentino. Auch in Südtirol ist sie verbreitet,
dort jedoch nnur zur Produktion von Massenweinen. In Deutschland heißt diese Sorte Trollinger.
Der zumeist hellrote, leicht wirkende und säurearme Wein hat ein fruchtiges Bouquet und sollte jung getrunken werden.
Schioppettino
Diese rote Sorte stammt aus dem Grenzgebiet zwischen dem italienischen Friaul und Slowenien. Sie erbringt einen dunkelroten, aromatisch-pfeffrigen Wein mit einem Veilchen-Bouquet.
Sie ist in den DOC-Rotweinen von Colli Orientali del Friuli und Friuli Isonzo in Friaul-Julisch-Venetien zugelassen.
Spätburgunder
In Deutschland üblicher Name für die rote Rebsorte Pinot
Noir.
Syrah
Die Syrah (oder in Australien auch Shiraz) gehört zu meinen persönlichen Favoriten! Sie ist in Europa primär an der Rhône beheimatet.
Die Syrah erbringt einen herben, pfeffrigen, purpurroten Wein, der sehr gut lagerfähig ist. Auch in Kalifornien und Südafrika wird diese Sorte zunehmend angebaut.
Tannat
Diese Sorte ist wahrscheinlich baskischen Ursprungs. Sie ist tanninreich und erbringt Weine, deren Duft an Himbeeren erinnert. Sie wird auch für die Herstellung von Rosés verwendet.
Auch Uruguay setzt zunehmend auf die Tannat.
Tempranillo
Die Tempranillo - eine meiner Lieblingssorten - ist vor allem in Spanien und Portugal weit verbreitet.
Die dickschaligen Beeren, die viel Tannin und Gerbstoffe beinhalten, bringen Weine hervor, die zwar eher säurearm, jedoch trotzdem lange haltbar sind. Die Trauben reifen sehr früh.
Häufig wird sie mit den Sorten Garnacha Tinta (Grenache
Noir), Mazuelo (Carignan) und Viura (Macabeo)
verschnitten, zum Beispiel beim Rioja.
Teroldego
Die Teroldego ist eine autochtone Sorte aus dem Trentino. Sie wurde schon im 15. Jahrhundert erwähnt. Die Sorte erbringt tiefdunkle, rubinrote Rotweine mit einem Himbeeren- und Veilchen-Bouquet.
Touriga Nacional
Diese portugiesische Traube ist erstklassig für die Herstellung von Port oder Duoro geeignet. Sie erbringt körperreiche Rotweine.
Vespolina
Die Vespolina wird im italienischen Piemont reinsortig als leichter Tischwein oder imj Verschnitt mit Nebbiolo verwendet. Sie ergibt einen nicht zu tanninreichen und körperreichen Rotwein.
Zinfandel
Die Zinfandel ist die häufigste Rotweinsorte in den USA. Die Sorte Zinfandel eignet sich am besten für einen trockenen, kraftvollen Rotwein
mit einer Lebensdauer von einigen Jahren. Von ihr werden vorwiegend sortenreine Weine erzeugt. Seit kurzem wird sie auch in Europa wieder stärker
angebaut.
Die Zinfandel bringt sehr fruchtige und rassige Weine hervor.