Weiße Trauben
Albana
Die Albana ist fast ausschließlich in der italienischen Region Emilia Romagna verbreitet. Sie braucht viel Feuchtigkeit und
ist anfällig gegen die sogenannte Graufäule. Die Albana di Bertinoro gilt als die Beste der Familie der Albana-Trauben. Sie erbringt einen farbintensiven Wein.
Diverse Varianten der Albana werden in DOCG-Weinen verarbeitet.
Albariño
Die weiße Rebsorte wird vornehmlich in der spanischen DO Rias Baíxas kultiviert. Aus ihr werden die besten spanischen Weißweine reinsortig gekeltert.
Aus ihr wird alkohol- und säurereicher Wein mit einem aromatischen Pfirsich-Bouquet gekeltert.
In Portugal ist sie unter dem Namen Alvarinho bekannt. Dort ist
sie neben der Loureiro die zweite wichtige weiße Sorte für den Vinho Verde.
Aligoté
Die Aligoté stammt aus dem Burgund. Diese ertragreiche Sorte liefert einen einfachen, leichten Wein mit feiner Säure.
Die Aligoté ist vor allem auch in den osteuropäischen Ländern äußerst populär. Aber auch in Chile und Kalifornien wird sie angebaut.
Arinto
Die Arinto wurde angeblich von deutschen Seefahrern nach Portugal eingeführt. Aus ihr gekelterte Weine zeichnen sich durch einen feinen
Säuregehalt mit Zitronengeschmack aus.
Arneis
Arneis wir von ihren Verehrern auch Barolo Bianco genannt. Sie stammt
aus der Region Piemont. Aus der Arneis werden vornehmlich süße Weine gekeltert.
Darüber hinaus dient sie auch als Verschnittpartner dunkler Nebbiolo-Rotweine.
Arricante
Die Arricante ist die weiße Haupttraube für den Etna auf Sizilien. Sie erbringt meistens fruchtige und feine Weine.
Allerdings werden Sie den Nicht-Sizilianern einfach vorenthalten. Der Wein muss wohl lecker schmecken, wenn nur Don
Corleone ein Gläschen nippen darf...
Blanc Fumé
Blanc Fumé ist ein Synonym für Sauvignon blanc. Sie hat ihren Namen von dem rauchigen Duft
ihrer Weine, wie sie vor allem an der Loire gekeltert werden.
Bual
Die Bual liefert süße Madeiraweine. Ansonsten ist diese Traube weitestgehend unbekannt.
Catarratto
Diese Rebsorte wird vorwiegend auf Sizilien angebaut. Mit ca. 75.000 Hektar Anbaufläche ist die in der Provinz Trapani heimische Sorte
nach der Trebbiano die zweitmeist angebaute Sorte Italiens. Die Catarratto wird für die Herstellung von Marsala und Wermut
verwendet.
Chardonnay
Die Chardonnay ist die Weißweintraube der neuen Welt schlechthin! Daher
zählt sie auch zur Familie der Cépages nobles. Alleine in Frankreich sind 34 verschiedene Spielarten der Traube anerkannt.
Die Chardonnay zählt zu der großen Familie der Burgunder.
Drei Viertel der französischen Chardonnay-Bestände befinden sich in der
Champagne und im Burgund. Sämtliche großen
Weißweine des Burgunds werden aus ihr gekeltert, ebenso alle als Blancs
de blancs gekelterten Champagner. Neben der Pinot
Noir sowie der Pinot Meunier ist sie die wichtigste Rebsorte in den
Champagner-Cuvées. Es gibt sogar spezielle Chardonnay-Weinwettbewrbe, die jährlich durchgeführt werden.
Der Chardonnay wird in fast ganz Europa, in Down Under, Südafrika und Nordamerika angebaut. Die Österreicher geben ihr
übrigens den Namen Morillon.
Chardonnay-Weine sind jung noch sehr dünn und grasig. Reif hingegen kommt sie sehr wuchtig daher, mit grüner Frucht und deutlicher Säure.
Daher ist ein Ausbau im Holzfaß oder Barrique - vornehmlich zum Abbau der deutlichen Säure - positiv.
Chasselas
Die Chasselas gilt als eine der ältesten Trauben der Welt. Bereits vor ca. 8000 Jahren war sie bereits bekannt.
In der Schweiz ist die Chasselas mit 40% Anteil an der Gesamtrebfläche und 60% an der Weinproduktion die wichtigste Rebsorte.
Der aus der Chasselas-Traube gewonnene Wein ist säure- und alkoholarm. Er zeichnet sich durch seinen Duft nach Mandeln aus.
Chasselas-Weine sind in der Regel Tafelweine, die jung getrunken werden sollten.
Chenin blanc
Die Chenin blanc ist ebenfalls eine sehr alte Rebsorte. Sie ist spät reifend.
Die säurebetonte Traube wird unter anderem auch für die Produktion von
Schaumweinen herangezogen. Darüber hinaus findet sie auch als Tafeltraube Anwendung.
Clairette
Clairette ist ein häufig verwendetes Synonym für viele Rebsorten in Südfrankreich,
so zum Beispiel auch für die Bourboulenc
(Clairette Grosse). Die ertragreiche Sorte erbringt alkoholstarke, rasch oxidierende Weine und dient als Bestandteil für einfachen Schaum- und Verschnittwein.
Colombard
Auch bei der Colombard handelt es sich um eine weiße Rebsorte aus Frankreich. Sie ist zwar sehr
ertragreich, jedoch gleichzeitig auch äußerst anfällig für Mehltau. Sie erbringt alkoholreiche und säurebetonte Weine.
Zusammen mit Ugni blanc und Folle Blanche wurde sie früher in großem Umfang für die Erzeugung von Cognac (hier ging der Anteil aber stark zurück) und heute noch für Armagnac verwendet.
Cortese
Die Cortese ist piemontesicher Herkunft. Die ertragreiche Sorte erbringt säurebetonte, fruchtige Weine.
Sie wird hauptsächlich in der italienischen Region Piemont angebaut. Aus ihr wird sortenrein der DOCG Gavi, sowie die DOC-Weißweine Cortese dell´Alto Monferrato und Colli Tortonesi gekeltert.
Fendant
Im Schweizer Kanton Wallis gebräuchliche und geschützte Bezeichnung für sortenreine Weißweine aus der Rebsorte Chasselas (Gutedel).
Folle blanche
Die Folle blanche ist eine weiße Traube, deren Verbreitung in ihrem Ursprungsland Frankreich rückläufig ist.
Ihren Ursprung vermutet man um 1630 in der Charente. Die ertragreiche Traube erbringt Weine leichte und dünne Weine
von blasser Farbe. Die Weine schmecken leicht bitter und erdig.
Furmint
Der Tokajer, Ungarns berühmtester Wein, stammt von dieser Traube. Neben Ungarn wird sie auch in Kroatien, Slowenien
und Österreich angebaut. Die anfälligen Reben benötigen warmes , trockenes Klima. Die aus der Furmint gekelterten Weine
sind in der Regel säurereich und alkoholbetont, somit im Glas feurig und robust.
Garganega
Diese italienische Traube ist spät reifend, jedoch sehr ertragreich. Sie wird, wenn auch nur in geri´ngem Umfang,
auch als Tafeltraube verwendet.
Die Garganega bildet die Basis für die milden Soave. Typisch für sie ist der geschmeidige
und vielschichtige Geschmack.
Gewürztraminer
Diese Sorte wird als Spezialistin zur Lieferung hochreifer Bukettweine angesehen.
Ihr genauer Ursprung ist nicht bekannt, wird aber in der Antike vermutet.
Die Ansprüche des Gewürztraminers an Boden und Lage sind hoch. Abgesehen von der Anfälligkeit
zur Verrieselung ist diese Traube sonst eher unempfindlich. Der Ertrag des Gewürztraminers ist
gering.
Die Weine des Gewürztraminers zeichnen sich aus durch Rosenduft und Würze. Auch als Edelsüßer Wein
finedet der Gewürztraminer Beachtung.
Grauburgunder
Der Graue Burgunder hat rotgraue Trauben, die markante Weißweine erbringen. Seine Geschichte
findet ihren Ursprung um 1375.
Die Weine des Grauburgunders sind vielfältig: Bei früher Lese leicht und spritzig (Pinot Grigio),
bei großer Reife hingegen wuchtig, schwer, ölig und mit Holzton versehen. Auch edelsüße Weine
werden aus ihm gekeltert.
Grechetto
Die Grechetto - oder genauer Grechetto Bianco - vorwiegend in den italienischen Regionen
Latium, Umbrien sowie in der Toskana angebaut.
Die Sorte erbringt körperreiche Weine, die sich durch nussige Aromen auszeichnen.
Sie ist zum Beispiel Bestandteil der DOC-Weißweine Orvieto und Vin Santo di Montepulciano.
Grüner Veltiner
Die Veltliner-Traube ist typisch Österreichisch.
Hárslevelú
Bei der Hárslevelú handelt es sich um eine der besten Rebsorten Ungarns und ist daher dort
auch ziemlich weit verbreitet! Sie ist sehr starkwüchsig, bevorzugt jedoch eher warme und trockene Standorte.
Ihre Weine erkennt man an der gelbgrünen Farbe, verbunden mit einem fruchtig-leichten Aroma. Sie sind
dabei leicht würzig im Geschmack, jedoch deutlich herb im Abgang.
Weine der Hárslevelú sollten im Allgemeinen jung getrunken werden.
Italienischer Riesling
Der italienische Riesling ist besser bekannt unter dem Pseudonym Welschriesling.
Kéknyelú
Die Kéknyelú wird primär am ungarischen Plattensee angebaut. Sie ist auch bekannt unter ihrem Pseudonym Blaustengler. Die Kéknyelú erbringt grüngelbe, herbe, duftige Weißweine.
Kerner
Die Kerner ist eine erfolgreiche Neuzüchtung, die vor allem in Deutschland, aber auch in Südtirol sowie in der Ostschweiz
klassifiziert wird. Erste Versuche mit der Kerner werden auch in Übersee unternommen.
Die Kerner ist das Ergebnis einer Kreuzung zwischen Trollinger und Riesling um 1929 und verdankt ihren Namen
Justinus Kerner, einem Dichter, Arzt und nicht zuletzt auch bekennenden Weinfreund.
Die Kerner ist eine robuste Sorte, die äußerst starkwüchsig ist. Als Spätlese erbringt sie kräftige Weine. Sie eignet sich ebenso als purer Genuss, wie auch zu deftigen Speisen.
Loureiro
Die Loureiro ist eine in Portugal weit
verbreitete weiße Rebsorte und ist neben der Alvarinho die zweitwichtigste weiße Sorte für den Vinho Verde.
Aus ihr werden aromatische Weine gekeltert. Diese werden gerne mit jenen aus der Sorte Trajadura verschnitten aber auch sortenrein ausgebaut. Die Sorte ist identisch mit der in Spanien angebauten Loureira.
Macabeo
Die Macabeo ist wahrscheinlich aus dem Nahen Osten zunächst nach Spanien und von dort aus nach Frankreich gelangt.
Synonyme sind zum Beispiel Macaban, Maccabeó, Macabeu, Maccabeu, Tokay sowie Ugni Blanc.
Die Macabeo ist ertragreich und spät reifend. Sie ist resistent gegen Trockenheit und Dürre, allerdings anfällig gegen Pilze.
Ihre Weine sind alkoholstark, aber säurearm, vderbunden mit einem blumigen Charakter.
In Nordspanien verdrängt sie zunehmend die Malvasia und die Grenache Blanc als meistangebaute Sorte.
Die Macabeo ist eine der wichtigen Sorten für den spanischen Schaumwein
Cava.
Malvasia
Eine vor allem in Italien, Spanien und Portugal gebräuchliche Bezeichnung für viele verschiedene Rebsorten
bzw. Rebsorten-Familie antiken (griechischen) Ursprungs. Es gibt Malvasa-Rebsorten in vielen Varianten und
Farben von hellgrün bis schwarz, die meisten davon aber sind weiße Sorten, aus denen häufig ein farbintensiver,
süßer und alkoholstarker Wein gekeltert wird.
Marsanne
Die Marsanne stammt wahrscheinlich von der Rhône. Man findet sie vor allem im Süden Frankreichs. Ihr Ertragreichtum
ist einer der Gründe, warum diese Sorte bereits in vielen AC-Gebieten zugelassen sit und auch gefördert wird.
Die Weine der Marsanne haben eine dunklere Farbe und viel Körper. Man spricht ihnen ein Mandel-Bouquet zu. Das
muss ich wohl auch glauben, weil ich selbst noch nie einen solchen Wein trinken durfte.
Müller-Thurgau
Über wenige Trauben wird so kontrovers diskutiert, wie über die Müller-Thurgau. Die einen halten sie für minderwertig,
andere hingegen lobpreisen sie in höchsten Tönen. Wie dem auch sei, die Müller-Thurgau ist die erfolgreichste Neuzüchtung
der Welt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird sie weltweit angebaut. Mittlerweile wird sie weltweit auf ca. 40.000 ha angebaut.
Oft auch unter dem Pseudonym Rivaner, weil Kritiker davon ausgehen, dass der für nicht deutsch sprechende Weinliebhaber schwere
Name Müller-Thurgau den Erfolg der Rebe lange Zeit verhindert hätte.
Die Müller-Thurgau ist eine ideale Traube für gemäßigte Zonen wie Deutschland. Sie erbringt frische, fruchtige Weine,
die blass im Glas erscheinen und säurearm sind.
Muscadelle
Die Muscadelle stammt vermutlich aus dem Bordeaux. Ihren Namen verdankt sie ihrem muskatähnlichen, traubigen Aroma.
Sie erbringt aromatische, blumige und starkduftende Weine.
Muscadet
Man findet die Muscadet primär in Frankreich im unteren Gebiet der Loire im Bereich Pays Nantais. Sie ist für ihre trockenen Weißweine bekannt.
Muscat
Hier ist die Muscat Blanc gemeint. Das ist wichtig zu nennen, da es unter
dem Pseudonym Muscat viele weiße wie rote Traubensorten gibt.
Die weiße Muscat ist die edelste Spielart aus der großen Familie des Muskateller. Ihr vollständiger Name lautet
"Muscat Blanc à Petits Grains Ronds". Sie ist eine der ältesten Sorten. Bereits im 12. Jahrhundert war sie in
Deutschland bekannt, ab dem 14. Jahrhundert auch in Frankreich. Heute wird sie weltweit auf ca.
80.000 ha angebaut.
Ihre Weine haben den typischen Muskatgeschmack, verbunden mit einem dunklen Farbton.
Nosiola
Die Nosiola wird in Italien in der Region Trentino-Südtirol angebaut.
Ihre Weine sind strohgelb und fruchtig mit leicht bitterem Geschmack.
Sie wird zum Beispiel in verschiedenen Weinen der DOC´s Trentino und Valdadige (Etschtaler) verwendet.
Sie ist auch unter dem Synonym Durella bekannt.
Palomino
Die Palomino ist eine sehr alte Rebe, die in Spanien weit verbreitet ist. Mit ca. 50.000 ha weltweiter Rebfläche
ist sie auch weit verbreitet.
Die Palomino ist die typische und hauptsächliche Sherry-Rebe. Daher belegt sie auch in der Region Jerez in Andalusien
ca. 90% der vorhandenen Rebfläche.
Die Palomino erbringt säure- und zuckerarme Weine, die zur Oxidation neigen.
Dies kommt der Erzeugung von Sherry, Rancio und ähnlichen, oxidativ ausgebauten Weinen sehr entgegen.
Pedro Ximénez
Die Pedro Ximénez ist ebenfalls eine spanische TRaube, die mit einer Anbaufläche von ca. 27.000
ha vor allem in Andalusien, Extremadura und Valencia weit verbreitet ist.
Sie ist nach der Palomino die zweitwichtigste Rebe für die Produktion von Sherry.
Die dünnschaligen Beeren mit hohem Zucker-Gehalt erbringen alkoholstarke Weine. Früher war es auch üblich, die
Trauben in der Sonne zu trocknen und den süßen Wein als Verschnitt für aufgespritete Weine zu verwenden.
Picolit
Schon die Römer kannten die Picolit Bianco und schätzten die aus ihr gekelterten süßen Dessertweine.
Nachdem sie im 19. Jahrhundert beinahe ausgestorben war, wurde sie wiederentdeckt und gefördert,
so dass sie heute wieder eine bedeutende Traube Italiens ist.
Pinot Bianco
Italienische Bezeichnung für die weiße Rebsorte Pinot blanc.
Pinot blanc
Die Pinot blanc (Weißburgunder) gehört zur großen Familie der Burgunder.
Die Pinot Blanc hat kein sortentypisches Bouquet, sondern eher einen verhaltenen Duft nach Lindenblüten.
Die Farbe des Weins ist meist gelblich-grün, von ausgewogener Säure und Frucht.
Pinot Grigio
Italienische Bezeichnung für die weiße Rebsorte Ruländer (Pinot Gris)
Prosecco
Die Prosecco-Traube war fast ausgestorben, nun lebt sie wieder! Man findet sie ausschließlich im östlichen Venetiens und im Friaul.
Sie ist mittel- bis starkwüchsig.
Ihre Weine sind leicht und herb, strohgelb. Sie sind leicht prickelnd bis schäumend und bestechen durch ihr Birnenarome, welches durch leichte Bittertöne optimal ergänzt wird.
Prosecco sollte jung und gut gekühlt serviert werden - aber wem sage ich das...
Ribolla Gialla
Die Ribolla Gialla ist eine alte italienische Sorte, die bereits im 13. Jahrhundert im Friaul urkundlich erwähnt wurde. Im Zuge einer Reblaus-Katastrophe im 19. Jahrhundert ging ihr Bestand jedoch rapide zurück. Heute wird die Sorte in der Region Friaul-Julisch-Venetien angebaut. Sie ist in diversen DOC-Weißweinen, wie dem Collio Goriziano oder Colli Orientali del Friuli vorhanden.
Die Ribolla Gialla erbringt blumige, säurebetonte Weine mit deutlichen Hinweisen nach Zitrone. Ein frischer Tropfen!
Ruländer
Die Ruländer ist eine Mutation des Pinot Noir bzw. Blauburgunder. Daher zählt sie auch zur Familie der Burgunder. Die Ruländer ist auch bekannt unter den Synonymen Pinot Grigio oder Pinot Gris. Die Beeren schimmern graublau bis rotbraun. Der säurearme Wein duftet nach Mandeln und Honig. Die Ruländer wird auch häufig für Neuzüchtungen herangezogen.
Sauvignon blanc
Die Sauvignon Blanc gehört zu den großen Sorten, den sogenannten Cépages nobles. Ihren Ursprung hat sie im Süden Frankreichs. Ihre erste urkundliche Erwähnung findet man im 18. Jahrhundert, sie ist jedoch viel älter.
Die Sauvignon Blanc zählt zu den fränkischen Sorten. Sie entstand aus einer Kreuzung zwischen der Traminer und einer noch unbekannten Sorte. Synonyme sind u. a. Blanc Fumé, Champagne, Fumé, Muskat-Sylvaner, Petit Sauvignon, Sauternes, Sauvignon Fumé, Sauvignon Gros, Sauvignon Jaune, Sauvignon Petit, Savignon oder auch Sciampagna.
Einen Sauvignon Blanc erkennt man an seinem unverkennbaren Aroma nach Gras, Kräutern, grünen Früchten oder Stachelbeeren. Die spät treibende Traube wird an der Loire für aromatisch-frische und trockene Weine, wie der Sancerre oder der Pouilly-Fumé sortenrein gekeltert. Diese Weine zeichnen sich durch ihre lange Lagerfähigkeit aus. In den berühmten Weinen von Sauternes und Graves kommt sie als Verschnittpartner des Sémillon vor.
Die Sauvignon Blanc hat in den letzten Jahrzehnten die ganze Welt erobert und belegt mittlerweile 61.000 ha der weltweiten Rebfläche.
In Deutschland ist sie unter dem Namen Muskat-Sylvaner bekannt, hier aber nur gering vorhanden.
Savagnin Blanc
Die Savagnin Blanc ist eine weiße REbsorte, die vorwiegend in der französischen Region Jura kultiviert wird.
Sie ist eine Spielart des Traminers. Sie bildet eine der Grundlagen für den berühmten Vin Jaune.
In der Region Savoyen wird sie unter dem Synonym Gringet für die Schaumwein-Produktion genutzt.
Scheurebe
Die Scheurebe gehört sicherlich zu den "Ohrwürmern", wenn man über Trauben liest oder spricht. Dabei ist
sie eine Neuzüchtung, allerdings neben der Müller-Thurgau eine der älteren. Sie zählt also
zu den Standards bei deutschen Weinen.
Die Scheurebe ist spät reifend und ertragreich. Sie wird vornehmlich für höhere Prädikatsweine genutzt. Die Beerenauslese oder
Trockenbeerenauslese werden aus ihr gekeltert.
Der helle bis goldgelbe Wein besitzt eine fruchtige Säure. Er erinnert geschmacklich an einen Riesling.
Weine der Scheurebe sind gut lagerfähig!!!
Sémillon
Wieder eine Rebsorte, die zu den Cépages nobles, den edelsten Sorten der Welt gehört. Synonyme sind unter anderem
Sauternes, Semijon, Sémillon Muscat, Sémillon Roux, Sémillon Crucillant, Sotern oder St. Èmilion. Von dem einen oder anderen
Namen haben Sie sicherlich schon etwas gehört...
Die Sémillon wird in Frankreich vor allem als traditioneller Verschnittpartner des Sauvignon Blanc verwendet. Sie ist nahezu
resistent gegen Krankheiten und besticht durch hohe Erträge. Durch ihre dünne Beerenhaut ist sie allerdings anfällig gegen
Botrytis, was wiederrum eine ideale Eignung für die Produktion edelsüßer Weine darstellt. So zum Beispiel auch in den
Bereichen Sauternes oder Graves. Im berühmten Edelsüßen Château d'Yquem findet man sie als Hauptsorte.
Sercial
Die Sercial ist eine in Portugal weit verbreitete weiße Sorte. Sie ist spät reifend. Auf der Insel Madeira
wird sie hauptsächlich kultiviert und gibt auch einer Variante des berühmten Dessertweins den Namen.
Darüber hinaus ist sie auch in den DOC-Weinen der Regionen Vinho Verde und Bucelas, dort allerdings unter dem Synonym
Esgana Cão, sowie in weißen Portweinen enthalten. Sie liefert Weine mit ausgeprägter Säure!
Seyval blanc
Die Seyval Blanc ist eine frühreifende und ertragreiche Sorte. Sie ist pilzresistent und für kühle Lagen bestens geeignet.
Sie wird in Nordfrankreich, England (!), Kanada und der USA kultiviert.
Allerdings ist sie gemäß EU-Bestimmungen nicht für Qualitätsweine zugelassen. Pech.
Silvaner
Die Silvaner ist eine uralte weiße Rebsorte. Sie verfügt über einen ausgeprägten süßen Duft. Von ihr gibt es zahlreiche
Spielarten und Mutationen. Darauf weisen auch die zahlreichen Bezeichnungen hin.
Die Silvaner ist mittelspät reifend und empfindlich gegen Frost. Außerdem ist sie anfällig gegen Botrytis.
Ihr Wein ist blassgelb, mild und eher neutral. Das Bouquet erinnert an Stachelbeeren.
Die Silvaner ist Partner der Neuzüchtungen Bacchus, Ehrenfelser, Optima und Scheurebe.
Steen
In Südafrika gebräuchlicher Name (dt. Stein) für die Rebsorte Chenin blanc.
Tocai
Diese weiße Sorte wird auch Tocai Friulano genannt und ist damit namentlich bereits zuzuordnen: Der Region
Friaul-Julisch-Venetien. Aber auch in der Lombardei, im Latium und in Venetien und in Slovenien wird sie kultiviert.
Die Sorte Tocai ist ertragreich und erbringt einen frischen und blumigen Wein mit Mandel-Bouquet.
Es gibt auch eine Variante Tocai Italico.
Torrontes
Die Torrontes stammt aus Galicien im Nordwesten Spaniens. Sie wird vor allem in den Weißweinen von Ribeiro eingesetzt.
Die Torrontes erbringt säurebetonte Weine mit einen typischen, jedoch an Muskateller erinnernden Geschmack.
Aus der Torrontes werden auch Grundweine für Destillate und Tafeltrauben hergestellt.
Traminer
Die weiße Rebsorte ist neben dem Muskateller eine der ältesten kultivierten Reben der Welt. Man vermutet ihren
Ursprung schon im alten Ägypten bzw. im antiken Griechenland.
Der weiße Traminer hat gelbgrüne Beeren. Die Farbe seiner Weine variiert zwischen grüngelb und goldgelb, manchmal auch mit
einem leichten rötlichen Schimmer. Der Traminer hat eine der charaktervollsten Aromen, die man bei weißen Trauben finden kann.
Sehr stark ausgeprägt nach Rosen und Marzipan duftend, begleitet diesen würzigen Wein auch ein sortentypischer Bitterton.
Trebbiano
Die Trebbiano ist eine ebenfalls sehr alte Sorte. Ihren weltweiten Stellenwert kann man am besten verdeutlichen, wenn man sich die gesamte Anbaufläche von 205.000 ha vor Augen führt! Sie liegt damit zwar flächenmäßig nur an fünfter Stelle, in der Weinproduktion wahrscheinlich jedoch ganz vorne, da sie spät reifend und äußerst ertragreich ist! In Frankreich ist die Trebbiano unter dem Synonym Ugni Blanc bekannt.
Weine aus der Trebbiano sind eher extraktschwach und weisen nur einen geringen Alkoholgehalt auf. Allerdings haben sie eine kräftige Säure. Daher ist die Sorte bestens für die Destillation oder auch für Verschnitte geeignet.
Die Trebbiano belegt in Italien nach der Sangiovese den zweiten Platz. Sie ist dort in knapp hundert DOC-Weinen vertreten. Die Anzahl der Vino di Tavolas, die die Trebbiano enthalten, ist schier unüberschaubar! Die bekanntesten DOC-Weine dürften Est! Est!! Est!!!, Frascati, Orvieto Trebbiano d’Abruzzo sowie Trebbiano di Romagna sein. Früher war die Trebbiano auch in teilweise recht hohem Anteil in Chiantis vertreten. Aber da mit dem Jahrgang 2006 alle weißen Sorten im Chianti verboten sind, gehört dies der Vergangenheit an.
In Frankreich liegt die Trebbiano – hier heißt sie Ugni Blanc - mit über 100.000 Hektar nach der Carignan an zweiter Stelle. Da sie jedoch meistens als Grundlage für den Armagnac und Cognac genutzt wird, findet man sie sortenrein eher selten. Und das, obwohl sie im Cognac-Gebiet über 90% der Rebfläche belegt!
Ugni blanc
Französische Bezeichnung für die italienische Rebe Trebbiano.
Verdejo
Die weiße Rebsorte wird ausschließlich in den kastilischen DOs Cigales, Toro und Rueda angebaut, wo sie der Hauptbestandteil in den Weißweinen ist.
Sie erbringt aromatische, kräuterwürzige Weine mit einem Lorbeer-Bouquet. Häufig wird sie auch mit Sauvignon Blanc verschnitten.
Verdelho
Die Verdelho ist die meistangebaute Traube Madeiras. Ihren Ursprung vermutet man im Norden Portugals. Die nur mäßig
ertragreiche Traube erbringt charaktervolle Tafelweine, die sich durch ihre strohgelbe Farbe sowie einen hohen Alkoholgehalt
auszeichnen. Sie ist daher auch gut für die Herstellung von Portwein geeignet.
Verdicchio
Die Rebsorte ist in Mittelitalien mit rund einem Dutzend Spielarten verbreitet. Die Gesamtrebfläche beträgt etwa 4.000 Hektar.
Die Verdicchio erbringt säuereichen Wein mit zitronenfruchtiger Säure und einem Mandel-Bouquet. In der Region Marken werden aus ihr
die zwei DOC-Weine Verdicchio dei Castelli di Jesi und Verdicchio di Matelica in mehreren Varianten produziert.
Verduzzo
Die Verduzzo ist ebenfalls eine Rebsorte mit Geschichte. Sie wird hauptsächlich in der italienischen Region Friaul-Julisch-Venetien kultiviert.
Es gibt zwei ganz unterschiedliche Varianten, einen Verde (grün) und einen Giallo (gelb). Aus dem Verde werden trockene, frische Weißweine
gekeltert, aus dem Giallo (auch Verduzzo di Ramandolo) wird im DOC-Bereich Colli Orientali del Friuli der süße DOCG-Dessertwein Ramandolo produziert.
Vermentino
Die Vermentino stammt möglicherweise aus der großen Familie der Malvasia.
Sie ist besonders auf der Insel Sardinien - wo der DOCG Vermentino di Gallura und der DOC Vermentino di Sardegna aus ihr gekeltert werden – sowie
in Ligurien und der Toskana verbreitet.
Sie erbringt aromatische, duftige und charaktervolle Weine mit Körper und Säure.
Vernacchia
Vernacchia ist zunächst einmal nichts anderes, als die Bezeichnung für mehrere, nicht unbedingt verwandte italienische weiße und rote Trauben. Aha. Der berühmteste Wein aus einer Varietät der Vernacchia dürfte allerdings der DOCG-Wein Vernacchia di San Gimignano sein, auf den hier auch weiter eingegangen werden soll.
Die Zone San Gimignano war die erste, die 1966 die DOC-Klassifikation erhielt und 1983 zur DOCG erhoben wurde. Schon seit dem 13. Jahrhundert werden hier Weißweine gekeltert. Michelangelo’s Lieblingswein war übrigens ein Vernscchia di San Gimignano! Man kann also sehen, dass der Ruf schon länger besteht, gute Weine produzieren zu können!
Die Vernacchia aus San Gimignano ist eine spezielle Varietät der Sorte und wird auch nur dort angebaut. Die Weine müssen einen Alkoholgehalt von mindestens 11% vorweisen.
Viognier
Die weiße Rebsorte stammt aus Frankreich. Sie wird schon seit Jahrhunderten vor allem an der nördlichen Rhône angebaut. Sie erbringt tiefgelbe, alkoholstarke und duftige Weißweine mit einem signifikanten Aroma nach Aprikosen, Pfirsichen und Blumen.
Sie wird an der nördlichen und südlichen Rhône und im Languedoc-Roussillon, sowie in Italien, Kalifornien, Australien, Argentinien, Uruguay und Brasilien kultiviert.
Viura
Synonym für die weiße Rebsorte Macabeo.
Weißburgunder
In Deutschland und Österreich gebräuchliches Synonym für die Rebsorte Pinot blanc.
Welschriesling
Die Herkunft dieser spät reifenden, weißen Rebsorte ist unbekannt. Angeblich stammt sie aus Rumänien, wo sie auch weit verbreitet ist. Trotz der Namens-Ähnlichkeit ist sie nicht mit dem Riesling verwandt.Synonyme sind zum Beispiel Italienischer Riesling, Petit Riesling, Petracine, Riesler, Riesling Italico und Wälschriesling. Der säurebetonte und mit einem Heu-Bouquet Heu ausgestattete Welschriesling ist vor allem als leichter, fruchtiger Sommerwein beliebt. Er wird auch gerne für Mischungen mit Mineral- oder Sodawasser verwendet
Insgesamt belegt die Welchriesling 77.000 Hektar Rebfläche. In Österreich wird sie auch häufig für die Herstellung von Sekt verwendet. In Deutschland ist die Sorte kaum vertreten.